Heute war ein ereignisreicher Tag. Zuerst hatten wir Psycho-Streifen, dann Schießübungen.
Psycho-Streifen ist eine interessante Übung. Sie soll die Soldaten ein wenig abhärten und ihnen die Fähigkeit vermitteln, unter chaotischen Bedingungen einen ruhigen Geisteszustand zu bewahren.
Der Psychostreifen war noch ein Streifen mit verschiedenen Hindernissen. Man musste unter Stacheldraht hindurchkriechen, über hohe Hindernisse klettern, an einem Seil eine Wand hochklettern, über Bretter laufen, auf allen vieren kriechen, einen Berg hinaufklettern usw.
Dabei werden dir viele verschiedene Hindernisse in den Weg gelegt. Es werden Sprengstoffpakete geworfen, Reifen verbrannt und Rauch eingesetzt, und du wirst mit speziellen Platzpatronen beschossen, die ebenfalls ziemlich schmerzhaft sind.
Es gibt auch psychologische Hindernisse. Es werden Gummiteile von menschlichen Körpern sowie echte Teile von Schweinekörpern (Kopf, Gliedmaßen) verstreut. Außerdem schreien die Ausbilder direkt neben dir laut, um dich zu verwirren, oder versuchen einfach, dir deine Waffe wegzunehmen. Sie schreien, dass du in die andere Richtung gehen sollst, dass du etwas falsch machst, dass du im Stich gelassen wurdest usw. Oder sie schreien einfach etwas wie „Ich habe Angst“, „Mama, hol mich nach Hause“ usw. 🙂 Und hier muss man lernen, nur auf seinen Kommandanten oder seine Kameraden zu hören.
Am Ende der Psychophase erscheint laut Drehbuch der 300. und muss evakuiert werden, während gleichzeitig eine Rundumverteidigung aufrechterhalten werden muss. Laut Drehbuch darf der 300. nicht helfen, er muss vollständig getragen werden. Und das ist ziemlich schwer 🙂
Das Hauptziel ist es, psychisch stabil zu bleiben und nicht die Fassung zu verlieren.
Aber ehrlich gesagt ist diese Psychostrecke für die meisten Menschen einfach eine Strecke, auf der man körperlich erschöpft wird und die man körperlich nur schwer bewältigen kann.
Auf all diese psychologischen Dinge in Form von verstreuten Körperteilen und verschiedenen schrecklichen Schreien und Kreischen achtet kaum jemand.
Aber vielleicht vermittelt dies zu einigen Prozenten die Atmosphäre eines Schlachtfeldes.
Unmittelbar danach hatten wir wieder Schießübungen. Schießen aus der Hüfte, wenn man die Waffe so schnell wie möglich hochreißen und schießen muss.
Dann dasselbe, aber man muss so schnell wie möglich zwei Schüsse abgeben. Die Idee ist, dass, wenn man zwei Schüsse sehr schnell abgibt, diese beiden Kugeln fast an einem Punkt einschlagen, was gut ist, um die Panzerung des Feindes zu durchschlagen. Für diese Schüsse wurden bereits Noten vergeben. Da ich bei den Doppelschüssen relativ viele Treffer hatte und eine recht gute Treffsicherheit zeigte, gab mir der Ausbilder eine 4-minus und sagte, dass dies zur Steigerung meiner Motivation sei (naja, eigentlich entspricht mein Niveau einer 3).
Dann gab es Schüsse auf auftauchende Ziele. Durch die Motivation glaubte ich an mich selbst und bekam hier auch eine 4. Ich hatte 30 Treffer, und 28 Treffer sind schon eine 3 🙂
Wie beim letzten Mal blieben mir vom Schießen freudige und positive Emotionen.




