Nach dem Training wurden uns vier Methoden zur Vorbeugung und Vermeidung von Panikzuständen vorgestellt. Luft, Wasser, Erde und Feuer.
All dies erzählte uns ein Psychologe, der selbst an der Front war, und die Wirksamkeit dieser Methoden wurde von echten Menschen getestet.
Luft – das ist die Normalisierung der Atmung. Normalerweise beginnt ein Mensch in einem vorpanischen oder panischen Zustand schnell zu atmen, tief einzuatmen und schnell und abrupt auszuatmen. Um sich zu normalisieren, muss man daher versuchen, lang auszuatmen.
Jungs, die an der Front waren, sagen, dass ihnen die folgende Methode geholfen hat: Man atmet so viel Luft wie möglich ein und schreit beim Ausatmen alles heraus, was man über die Russen denkt, die in unser Land gekommen sind. Bis man alles herausgeschrien hat, hat man lang ausgeatmet 🙂
Wasser – man muss einfach etwas Wasser trinken. Wenn kein Wasser da ist, muss man Speichel produzieren. Man sagt, wenn der Mund sehr trocken ist, ist das ein Zeichen für einen Zustand der Panik. Speichel kann man produzieren, indem man auf etwas herumkaut, zum Beispiel auf einem Teil seiner Kleidung.
Erde – man muss sich erden. Ich erinnere mich nicht mehr genau an den Kern der Übung. Ich glaube, man muss sich hinsetzen, die Knie mit den Armen umfassen und sich anspannen, um sich dann zu entspannen.
Feuer – man muss den Denkprozess in Gang setzen. Das kann man zum Beispiel so machen: sich daran erinnern oder schauen, was man in jeder Tasche hat. Oder man kann anfangen, alles zu beschreiben, was einen umgibt, welche Menschen, was sie anhaben usw.
Uns wurde erklärt, dass der Mensch große Frontallappen hat, die für das kreative Denken zuständig sind. Und es gibt ein kleines mandelförmiges Organ. Es ist für die Emotionen der Angst zuständig. Panik tritt ein, wenn die Frontallappen ausgeschaltet werden und der mandelförmige Teil des Gehirns die Kontrolle übernimmt. Deshalb ist es wichtig, den Frontallappen wieder die Kontrolle über das Gehirn zu geben.
Am besten hat mir der Moment gefallen, als jemand sagte, dass er im Schützengraben versucht habe, einen seiner Kameraden zu beschützen. Daraufhin sagte der Ausbilder (ich erinnere mich nicht mehr wörtlich), dass dies der „Mutter-Effekt” sei. Das heißt, wenn man an jemand anderen denkt, schaltet man damit um. Der Kern der Panik sind Gedanken über sich selbst, über den Schutz seiner selbst. Indem du an andere denkst, kannst du dich vor Panik schützen.




